I Vorwort I Unbekannt I Anfang I Mensch I Sprache I Daten I Das ich I Auf und Abs I Integrität I Religion I Glücklichsein I Menschenrechte I
I Zustände I Gifte I Kunst I Evolution I Logiken I Axiome I Glossar I

Der Inhalt dieser Seite

Religion
Pioniere der Religion
Religion und ihr Niedergang
Eine neue Religion

Religion

Der Traum, eine bessere Welt zu schaffen, war Teil jeder religiösen Bewegung der Vergangenheit. Tatsächlich hat die Religion durch die Jahrtausende hindurch den bedeutendsten zivilisierenden Einfluss auf der Erde gehabt, und jetzt ist sie stehen geblieben. Jede Religion oder jeder Glaube, den wir zur Zeit auf der Erde haben (und es sind mehrere, leider) verändert, verbessert, erneuert sich nicht, und die Menschen bestehen darauf, mit jeder Anstrengung, dass es so bleibt. Sie führen sogar Kriege dafür.

Das Bewusstsein, dass der Mensch ein geistiges Wesen ist, ist so alt wie die Menschheit selbst, und die Meinung, dass er nicht mehr als eine Art Tier ist, ein Reiz-Reaktions-Mechanismus sozusagen, ist erst mit der Entwicklung der westlichen Psychologie aufgetaucht. Solche Annahmen stehen in krassem Widerspruch zu jeglicher religiösen Überlieferung, wo von der „Seele", dem „Geist" oder der „Lebenskraft" gesprochen wird, aber es ist ein Versuch auf Neues.

Seit Äonen haben die Menschen versucht, sich selbst und ihre Beziehung zu anderen Lebewesen und dem materiellen Universum zu verstehen. Jeder Versuch ist eine neue Hoffnung, das Unbekannte bekannt zu machen, auch die Versuche des modernen Menschen. Spekulationen, Theorien und Hypothesen können neue Kenntnisse schaffen. Das einzige dabei, was nicht gut ist, ist etwas zu zerstören, was oft der Fall war. Heute kann der Mensch mit der Atombombe alles Leben auf der Erde in die Luft jagen, statt diese Energie für das Wohl aller zu benutzen. Vielleicht ist daraus zu erklären, warum der Mensch so stur an den existierenden Ansichten festhält. Er führt so ein sicheres, erprobtes, funktionierendes Dasein. Nur wie lange? Das materielle Universum zwingt ihn zur Veränderung. Die Menschheit braucht eine Veränderung, eine neue zeitgemäße Religion, und es ist nicht nötig, dass wir dafür zuerst zerstören, Kriege führen oder die Zeit abwarten müssen. Tatsächlich haben wir schon längst mit der Veränderung begonnen, es muss nur noch von allen Menschen wahrgenommen werden.

Pioniere der Religion

Am Anfang der Menschheit, als der Mensch noch primitiv war, war sein Leben beherrscht von Gefühlen der Angst, der Verzweifelung und der Machtlosigkeit gegenüber der Natur. Noch vor der ersten Kultur, der Benutzung von Feuer und Stein und der Höhlenmalerei. In einer Zeit, als Krüppel das Zusammenleben beherrschten. Alle Phänomene waren der Glaube. Der Glaube an eine höhere Macht der Natur.

Aber dann wagte einer, diesen Glauben infrage zu stellen und nach Erklärungen für dieses Phänomen zu suchen. Er entdeckte etwas, erklärte es. Beschaffte ein Stück Wissen. Wissen schaffen - so wurde die Wissenschaft geboren, ohne dass man damals wusste, dass sie das ist, die heute noch existiert.

Die anderen bekamen Angst vor ihm und bekämpften ihn. Er hörte auf (führte seine Entdeckungen nicht weiter) oder wurde müde. Der Mensch schaut auf das, was zurückliegt, und wenn jemand das infrage stellt, wird er protestieren. So befindet sich jedes neue Wissen mit altem Wissen in Konflikt.

Mit diesem neuen Wissen beginnt der Mensch zu verstehen. Er besitzt jetzt Verstand und somit kann er sein Leben verbessern und seine Umgebung besser kontrollieren. Angst und Unsicherheit gehen verloren, aber nur, was diese eine neue Entdeckung betrifft. Doch es gibt noch so vieles zu entdecken und zu erklären.

Und dann, später, wagen sich andere ein Stück in dieses Unerklärliche vor. Einer nach dem anderen erforschen sie ein ganzes Stück, bis heute. Und immer noch, trotz unserer Kenntnis der Atome, bleiben noch viele unerklärliche Phänomene. Und wir warten (als Mitläufer) auf neue Pioniere, die es wagen, ein Stück weiter ins Unbekannte zu gehen.

Pionier: jemand, der auf einem bestimmten Gebiet bahnbrechend ist.

Vielleicht sind Sie einer von diesen Pionieren, die sich ins Unbekannte wagen.

Und bis zu diesem Zeitpunkt braucht der Mensch für jedes Unbekannte eine Erklärung, eine Richtlinie für das Zusammenleben und die Handhabung seiner Probleme. Und die sind zahlreich - somit gibt es auch zahlreiche Glaubenselemente, die in einer Religion als Oberbegriff zusammengefasst sind.

Glaube ist ein Ersatz für Wissen. Er funktioniert im Leben und ist unentbehrlich.

Religion und ihr Niedergang

Eine Gesellschaft ist in der Lage, Tausende von Jahren zu überleben, es sei denn, sie wird von innen oder von außen von feindlichen Kräften angegriffen.

Materielle Angriffspunkte sind das Finanzwesen, die Kommunikationsmittel, die Technologie und eine Verweigerung von Ressourcen.

Der kulturelle Verfall, den wir um uns herum sehen, ist kein Zufall. Er wurde verursacht. Wenn man das nicht versteht, wird man nicht in der Lage sein, sich zu verteidigen oder wirksame Aktivitäten in der Gesellschaft zu entfalten.

Seit Tausenden von Jahren hat der denkende Mensch auf diesem Planeten an seiner Spiritualität festgehalten und spirituelle Erleuchtung als die äußerste Weisheit betrachtet.

Materialismus ist die neue Doktrin. Der neue, radikale Gedanke ist „nur die Materie zählt“, und das ist fatal. Das Problem dabei ist nämlich, dass man ohne den Glauben die Materie nicht beherrschen kann. Neue materielle Probleme lassen sich ohne den Glauben nicht lösen. Mann muss glauben, dass es eine Lösung gibt, dass es anders besser sein kann, sein sollte, sein muss. Ohne Glauben ist die Entwicklung dieser materiellen Sicht gesperrt und führt auf einen Irrweg mit schlechten und fatalen Ergebnissen.

Der menschliche Geist wird wie Materie, wie ein Gegenstand behandelt. Drogen aller Art, Medizin, Psychiatrie, Psychologie, Polizei, Gesetze und Bestrafung sind an der Tagesordnung.

Der Rückgang der Kirchenbesuche fiel mit einer Zunahme von Pornographien, allgemeiner Unmoral und dem Anwachsen der Kriminalität zusammen.

Religion ist der erste Ausdruck des Gemeinschaftssinns.

Alle religiösen Kräfte der Vergangenheit haben eine Unterscheidung zwischen „Gut" und „Böse" und höhere ethische Werte betont.

Wenn die Religion in einer Gesellschaft ohne Einfluss ist oder ihn verloren hat, erbt der Staat die gesamte Last der öffentlichen Moral, von Verbrechen und Intoleranz. Dann müssen Bestrafung und Polizei einsetzen.

Heute sind wir Zeugen des Niedergangs und wir sind darin verwickelt. Unser Tun von heute wird entscheiden, ob sich die Welt von nun an in die Höhe schwingt oder fortfährt, in ein neues finsteres Zeitalter hineinzuschlittern.

Eine neue Religion

Dank der wissenschaftlichen und technischen Fortschritte in den letzten hundert Jahren sind die meisten Menschen heutzutage wohlhabender als ihre Vorfahren. Und doch hat die Verbesserung ihrer Lebensqualität gemäß ihren eigenen Aussagen nicht mit ihrem materiellen Gewinn Schritt gehalten. Viele behaupten, die Menschen seien früher glücklicher und erfüllter gewesen. Für manchen lauert hinter dem materiellen Überfluss die Angst, dass, selbst wenn ihm niemand sein hart verdientes Eigentum wegnehmen sollte, sein Leben ein vorzeitiges oder gewaltsames Ende nehmen könnte. Andere wiederum ziehen den Tod einem Leben der Sklaverei am Fließband vor, aber die meisten ziehen sich ganz undramatisch in eine stille Verzweiflung zurück.

Selbst im einundzwanzigsten Jahrhundert haben die meisten Menschen keinen Begriff davon, welche Faktoren ihr Leben bestimmen. Hätten sie jedoch - einfach ausgedrückt - mehr Verstehen in Bezug auf sich selbst und ihre Mitmenschen, so wären sie in der Lage, die Zustände zu verbessern und ein glücklicheres Leben zu führen. Das ist also die Zielsetzung: den Menschen zu befähigen, durch Verstehen sein spirituelles Überleben zu sichern und sein Leben zu verbessern.

Bis jetzt kann die Geisteswissenschaft mit den unglaublichen Fortschritten der Naturwissenschaft dieser Zeit nicht Schritt halten. Das Wissen des Menschen über das materielle Universum übertrifft bei Weitem sein Wissen über sich selbst. Dieses Ungleichgewicht ist für vieles verantwortlich, das die Gesellschaft erschüttert und unsere Zukunft bedroht.

Trotz ihrer zahlreichen Erfolge konnte die Wissenschaft die Fragen, die sich der Mensch schon seit undenklichen Zeiten stellt, nicht beantworten: Wer sind wir? Woraus bestehen wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Was tun wir? Fragen, die seit jeher in das Gebiet der Philosophie und der Religion gehört haben, doch die traditionellen Antworten wurden angesichts der Wasserstoffbombe unzureichend.

Eine neue Religion hingegen, die sich aus ähnlichen Erkenntnissen wie denen entwickelte, die zum Verständnis der Kernphysik führten, soll zeitgemäße Antworten auf diese Fragen vermitteln. Und sie soll wirksame Methoden der Anwendung liefern, die es dem Menschen ermöglichen, das Ziel, nach dem er Tausende von Jahren gesucht hat, zu erreichen: sich selbst und - aus diesem Wissen heraus - auch andere und letztlich das Leben selbst zu verstehen.

Eine neue Religion soll viele Glaubenssätze mit anderen Religionen und Philosophien gemeinsam haben und den Menschen als unsterbliches geistiges Wesen betrachten, das aus mehr als nur Fleisch und Blut besteht. Diese Ansicht unterscheidet sich allerdings wesentlich von den vorherrschenden wissenschaftlichen Überlegungen, die den Menschen lediglich als materiellen Gegenstand, also als eine Kombination aus chemischen Bestandteilen und Reiz-Reaktions-Mechanismen ansehen. Für eine solche Religion ist es also noch zu früh. Es muss beides geben. Das eine ohne das andere geht nicht. Zurzeit noch nicht.

Eine gute Religion ist eine, die alles vertritt, an alles glaubt und mit diesem Glauben an alles leidenschaftlich nach Neuem sucht. Und wenn ich „alles" sage, dann meine ich auch alles, ausnahmslos alles.

Eine gute Religion ist eine, die weiß und sich bewusst ist, dass sie nicht alles weiß und dass das gegenwärtige Wissen immer mit Täuschungen und falschen Daten verbunden ist.

Außerdem beschäftigt sich eine gute Religion mit gegenwärtigen Unstimmigkeiten, und weil sie an Gleichheit glaubt, klärt sie diese Unstimmigkeiten und schafft somit Klarheit und Übereinstimmung.

Entdecken und erkennen sind grundlegende, revolutionäre und notwendige Elemente für eine gute Religion, wenn sie gute Ergebnisse erziel will.

Revolutionär: eine tief greifende Wandlung bewirkend; (im Hinblick auf seine Neuheit), auch umwälzen.

Es ist an der Zeit, dass alle Menschen die Tatsächlichkeit und nicht die (scheinbare) Wahrheit erkennen. Dann haben wir eine Religion, einen Glauben und ein Anschauen, ein Verstehen von allem. Dann werden die Menschen Frieden haben, Frieden mit sich selbst und Frieden untereinander. Das bedeutet, von der traditionellen Religion Abschied zu nehmen und sich der neuen zu widmen. Es ist nicht so, dass diese neue Religion frei von jeglichen alten Elementen ist, denn das ist nicht möglich. Die Elemente sind jedoch größtenteils reformiert und einige existieren auch nicht mehr.

Wir wollen eine Religion für alle Menschen, eine Religion, die sich aus sich selbst klärt, die keine Erklärung braucht, die man nicht lernen muss, weil sie in uns ist, uns innewohnt. Eine Religion, die keine Autorität braucht und mit der jeder Mensch auf diesem Planeten übereinstimmen kann.

Machen sie mit, aus Liebe zum Frieden, für sich selbst und für die anderen.

Schlusswort

Ich respektiere alle Menschen und Religionen und lehne deshalb jede Art von rassistischer Voreingenommenheit und Propaganda ab, komme diese von konfessioneller, politischer oder ideologischer Seite.

AN DEM TAG, AN DEM WIR EINANDER VOLLSTÄNDIG VERTRAUEN KÖNNEN; WIRD FRIEDEN AUF ERDEN SEIN!

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