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Die Frage „Wer sind wir?" ist eine, die sich der Mensch schon seit undenklichen Zeiten stellt. Bis heute sind zahlreiche Behauptungen, Theorien, Meinungen, Erkenntnisse und Begriffe entstanden. Trotzdem fällt keine Antwort zufrieden stellend aus. Tatsächlich ist es so, dass die meisten Menschen sich selbst nicht kennen, sie behaupten nur, dass sie das tun. Es herrschen Unklarheit, Verwirrung und verdrehte Behauptungen. Die Menschen verwechseln das ICH mit ihrem Personalausweis oder glauben an etwas und streiten sich dann.
Das Ich und seine GeschichteAn Anfang war das Ich ein unendlich kleines Etwas, ein primärer unbewegter Beweger. Wenn man das so nennen kann, hat er wahrgenommen, dass Raum und Materie das Sein sind, und diese Wahrnehmung nahm er mit auf seine lange, lange Reise. Das erste, was ihm danach passierte, war, dass er in Bewegung trat oder bewegt wurde. Diese Bewegung nahm er ebenfalls als Erfahrung mit. Immer mehr Zeit verging. Das unendlich kleine Etwas hatte ein schweres Dasein inmitten der vielen anderen unendlich kleines Etwas. Es herrschte ein Chaos von Bewegungen. Stoßen (Ursache) und gestoßen (Wirkung) werden waren an der Tagesordnung. Kompression und Dichte. Es war gezwungen, mit anderen unendlich kleines Etwas dicht an einem und demselben Ort zu bestehen. Jetzt ist es ein Teil der Gruppe. Eine Zelle. Und wenn es als Sperma in den Körper eines Menschen gelangt, dann bildet es eine noch größere Kolonie von unendlich kleinen Etwas um sich. Eine Arbeitsteilung existiert von vorneherein, bei der ein unendlich kleines Etwas das Kommando über die anderen unendlich kleinen Etwas übernimmt. Und es ist vollkommen egal, welches unendlich kleine etwas SIE heute sind oder welches SIE sich heute entscheiden zu sein, SIE haben alle diese Erfahrung gemacht, die ein unendlich kleines Etwas gemacht hat. Und je mehr unendlich kleine Etwas SIE mobilisieren, umso fähiger sind SIE. Aber in der Zwischenzeit sind Billiarden und Billiarden von Jahren vergangen, und der heutige Mensch kann sich nicht mehr daran erinnern. Der Rückweg ist ihm versperrt. Doch seine Vergangenheit ist das, was ihn immer wieder interessiert. Der Mensch will seine wahre Identität kennen und er erahnt, dass es so ist, weil es in ihm steckt. Das Wunderbare dabei ist, dass er nur durch die Suche nach seiner Identität ein Stück vorankommt in der Evolution und seiner Fähigkeit zu überleben. Tut er das nicht, bekommt er Schwierigkeiten und es droht ihm der Untergang. Wir nennen das geistige Schöpfung, geistig gesund sein.
Wer weiß, wie die Menschen vor rund 38 Millionen Jahren mit dem Ich umgegangen sind. Wahrscheinlich haben sie sich über sich selbst nur so gewundert und gerätselt.
Rätseln: über etw. Unbekanntes längere Zeit Überlegungen u. Vermutungen anstellen, ohne es zweifelsfrei klären zu können. © Duden
Das waren Pioniere, die sich wagten, diesen Rätseln nachzugehen. Und so entstanden allerlei Dinge, allerlei Glauben und Religionen.
Geist: 1. allgemein; Sinn, Bedeutung, Gehalt; auch Scharfsinn, Witz, Esprit; die Gesinnung einer Person oder Gruppe. 2. Philosophie; allgemein das dem Bewusstsein, dem Fühlen, Wollen und Denken zugrunde liegende Prinzip und dessen Organisationsformen. © Duden
Geist-Materie-Verhältnis: Das Verhältnis des Geistes zu anderen Seinsarten wie Materie und Körper unterlag vielfältigen Deutungen, die sich zwischen den Extrempositionen des Idealismus und Materialismus bewegten. Ersterem ist allein der Geist wirklich, die Materie lediglich abgeleitete Erscheinungsform; Letzterem ist die Materie das Reale, der Geist bloßer Schein (radikaler Materialismus, Behaviorismus). Verschiedenste Dualismen liegen zwischen diesen Extremen: Bereits in der »Odyssee« (10, 239 folgende) begegnen neben den materiell gedachten Seelenteilen Verstand und Einsicht (Nus), die Selbstbewusstsein einschließen. Nus und Körper stehen in nicht mechanistischer Wechselwirkung. Während Anaximenes und Heraklit sich den Geist noch materiell vorstellen, luft- beziehungsweise feuerartig, nimmt er bei Anaxagoras als Denk- und Willensmacht, Ursprung der Bewegung des Alls und Unendliches deutlich nicht materielle Züge an. Auf diesem Geistbegriff bauen Platon und Aristoteles auf. Für Aristoteles ist Gott reiner Geist, leidens- und zeitlos, sich selbst denkend; als menschlicher Geist Inbegriff des diskursiven Denkens und Urteilens, Verstand, als Schauen der Grundsätze die Vernunft.
Mit Descartes gewinnt das Geist-Materie-Verhältnis eine neue Form. Dem Geist als denkender Substanz setzt er die Materie als wesentlich ausgedehnte Körper entgegen. So bleibt der Geist den Naturprozessen gegenüber grundsätzlich äußerlich; die Natur wird als geist- und seelenlos gesehen.
Idealismus, Lebensphilosophie: An Platon und Aristoteles knüpft der deutsche Idealismus an. Nach G.W.F. Hegel ist der Geist das wahrhaft Wirkliche, das sich in der Natur eine äußere Gestalt gibt, als subjektiver Geist das menschliche Denk- und Reflexionsvermögen darstellt, als objektiver Geist den Inbegriff aller Bedeutungsgehalte in Sprache, Wissenschaft, Staat und Gesellschaft bildet und im absoluten Geist als Kunst, Religion und Philosophie zum Begreifen seiner selbst kommt.
In anderen philosophischen Systemen wird der Geist metaphysisch abgewertet (A. Schopenhauer, F. Nietzsche). L. Klages sah im Geist schließlich ein lebensfeindliches Prinzip, das der Seele entgegentritt. Die heutige Philosophie des Geistes befasst sich unter Einbeziehung kognitiver und neurowissenschaftlicher Erkenntnisse besonders mit den Beziehungen zwischen Körper beziehungsweise Gehirn und Bewusstsein. (Idealismus, Materialismus, Spiritualismus).
Da der Begriff Geist philosophisch (etwa zur Unterscheidung menschlicher Fähigkeiten und Tätigkeiten von sonstigen Gegebenheiten) beziehungsweise metaphysisch und auch theologisch vorbelastet ist (Betrachtung des Geistes als einen vom Körper unterschiedlichen Wesensteil des mit Vernunft und Willen begabten Menschen), empfiehlt es sich, in der Psychologie lediglich von den geistigen Funktionen zu sprechen. Es lassen sich vier geistige Funktionen unterscheiden: Aufnahme, Speicherung, Verarbeitung und Ausgabe von Information. Die Informationsaufnahme (Input) geschieht durch die Sinnesorgane (Sensoren; v.a. Auge und Ohr). Gespeichert wird Information im Gedächtnis. Die Informationsverarbeitung wird, soweit sie sich auf den Menschen (und hoch entwickelte Tiere) bezieht, Denken genannt. Der Ausgabe (Output) von Information dienen v.a. die (gesprochene und geschriebene) Sprache und die Zeichensprache.
Ich: der Kern der Persönlichkeit, die bewusste Instanz, die Erlebnisse und Handlungen einer Person steuert. In der Psychoanalyse ist das Ich jene Organisationsinstanz (Schicht) des psychischen Apparats, die zwischen den Erfordernissen der Realität (Umwelt),
den Triebwünschen des Es und den moralischen Forderungen des Über-Ich vermittelt. © Brockhaus
Psychoanalyse: psychotherapeutische Methode zur Heilung psychischer Störungen, Krankheiten, Fehlleistungen o.Ä.
durch Aufdeckung u. Bewusstmachung ins Unbewusste verdrängter Triebkonflikte; begründet von Sigmund Freud (1856 - 1939).
Ich: 1. das Selbst, dessen man sich bewusst ist u. mit dem man sich von der Umwelt unterscheidet.
2. (Psych.) zwischen dem triebhaften Es u. dem moralischen Über-Ich agierende Instanz. © Duden
Das ICH und die neue Sicht
Weil das alles bis jetzt ziemlich unklar ist, sich die Begriffe und die Bedeutungen für das ich überschneiden und stellenweise unklar sind, und wir hier mit einer Aufklärung beginnen, brauchen wir ein neues Wort für das ICH, und das ist Thetan.
Theta: griechisches Symbol oder Buchstabe, das traditionelle Symbol für Denken oder Geist.
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Der Thetan ist die Person selbst, nicht ihr Körper oder Name, das physikalische Universum, ihr Verstand oder irgendetwas sonst. Es ist das, was sich selbst bewusst ist, bewusst zu sein; die Identität, die der Einzelne ist. Es sind Sie selbst, nicht Ihr Name, nicht ihr Gefühl, Ihr Geburt Ort, das Gelernte oder Ihre Erfahrung.
Der Thetan kann ohne Körper existieren, aber ein Körper nicht ohne Thetan. Der Thetan braucht einen Körper, um Aktionen im materiellen Universum auszuführen.
Der Thetan ist der Ursprung des Lebens selbst, weit jenseits des menschlichen materiellen Daseins (Geburt und Tod). Der Thetan ist der damalige primäre unbewegte Beweger. Aus diesem Grund kann der Mensch Dinge wahrnehmen und erkennen, auch die Dinge, die nicht in seiner Gegenwart existieren, die Dinge, die schon längst Vergangenheit sind, die er im Geschichtsunterricht lernt. Und wenn der Mensch geistig gesund ist, kann er auch die Zukunft erkennen. Hier erklärt sich auch, warum viele Dinge im Universum sich gleichen und warum wir für andere Dinge, insbesondere Lebewesen, etwas empfinden, wenn wir fähig sind zu empfinden und wenn wir es wollen.
Das Phänomen ICH benannte ich 1982 Zentralpunkt. Der Zentralpunkt in meinem Körper, von dem alles ausgeht. Der Begriff Thetan gefiel mir allerdings besser.
Der Thetan ist das unendlich kleine Etwas, das den unendlichen Raum durchreiste und eine unendliche Zahl von Erlebnissen hatte. Ein sehr weises, fähiges, nach Gutem strebendes ICH. Er erkennt seine Umgebung, modifiziert sie in der Gegenwart und speichert Daten in seinem Verstand. Er trifft die beste Entscheidung und gibt dann emotionelle Impulse an den Körper weiter, um Sie zu bewegen.
Modifizieren: in einer od. mehreren Einzelheiten anders gestalten, umgestalten, [ab]ändern, abwandeln.
Der Thetan verfügt über die Fähigkeit, wahrzunehmen, Entscheidungen zu treffen, Schlussfolgerungen zu ziehen, Entschlüsse zu fassen und dann seinem Körper Befehle zu erteilen, um bestimmte Handlungen auszuführen. Darüber hinaus ist der Thetan räumlich und zeitlich unabhängig. Er kann Raum und Zeit als klein, groß oder unendlich erfassen. Er kann an eine Ameise denken und dann an den Kosmos. Er kann ans Heute denken, in einer Spanne von einer Woche und dann tausende Jahre in die Vergangenheit oder Zukunft. Der Thetan kann sich jede beliebige Masse und deren Größe vorstellen. Er kann hier sein oder dort und überall sonst, wo er sein will.
Doch sehr oft ist das ICH gesperrt und funktioniert nicht richtig. Dann ist nur das Gefühl in Aktion, ohne Vernunft. Das ist der Fall unter Schock, bei fehlenden Daten, bei Angst oder Drogenkonsum usw. Auch die vergessenen, verdrängten und gesperrten Daten aus der Vergangenheit können die Leistungsfähigkeit des ICH vermindern. In diesem Fall hat das ICH keine Daten zur Verfügung, um die besten Lösungen zu finden.
Nach der Lehre des Mystizismus befindet sich das ICH mitten auf der Stirn, dort, wo das so genannte Dritte Auge sitzt. Und das ist es, zwei Zentimeter unter der Stirn, was die Psychiatrie mit Elektroschocks und frontaler Lobotomie (Psychochirurgie; Durchtrennung von Nervenbahnen zwischen dem Stirnhirn und tiefer gelegenen Gehirnabschnitten) zu zerstören versucht. Das ist das Zentrum des ICH. Doch das ICH kann sich über all hinbewegen, ganz wie es will, nach links, nach rechts, in den Magen, die Beine oder nach draußen zu Gegenständen oder sogar zu den Sternen.
Der Thetan ist die Kommandozentrale für alle menschlichen Vorkommnisse. Selbst für seinen eigenen Körper.
Die Ur-Daten des Thetan sind die Daten, die schon immer vorhanden sind. Das sind: der Raum, dann die Masse, die Sein ist, und dann die Bewegung, also Vorkommnisse. Diese drei Daten befähigen den Thetan, alles zu tun was er will, wenn er die entsprechenden Mittel hat und sich in der passenden Zeit befindet. Er modifiziert das Jetzt.
Übertragen wir die Urdaten vom Thetan auf das Heute und modifizierten sie, dann bekommen wir die folgenden Datenpaare: Überleben - Tod, Richtig - Unrecht, Vollständig verantwortlich - Keine Verantwortung, Besitzt alles - Besitzt nichts, Jeder - Niemand, Ursprung der Bewegung - Gestoppt, Wahrheit - Halluzination, Vertrauen - Misstrauen, Ich weiß - Ich weiß nicht, Ursache - Völlige Wirkung, Ich bin - Ich bin nicht. Diese Daten sind notwendig, um heute bestmöglich zu überleben. Wenn das ICH nicht gesperrt ist, hat es diese Daten immer zur Verfügung, um sein Überleben bestmöglich zu gestalten. Siehe auch Tabelle der Einstellungen auf der Seite „Zustände".
| Überleben |
Richtig |
Vollständig verantwortlich |
Besitzt alles |
Jeder |
Ursprung der Bewegung |
Wahrheit |
Vertrauen |
Ich weiß |
Ursache |
Ich bin |
| Tot |
Unrecht |
Keine Verantwortung |
Besitzt nichts |
Niemand |
Gestoppt |
Halluzination |
Misstrauen |
Ich weiß nicht |
Völlige Wirkung |
Ich bin nicht |
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