Schreibt Peter11. März 2007. Das Recht auf Arbeit ist in den Menschenrechten verankert, § 23, wenn ich mich recht entsinne. Die Gründe, warum dieses Recht darin verankert wurde, könnten die sein, die Sie zwei Absätze weiter oben genannt haben. Das ist nicht nur für den Einzelnen gut, sondern auch für den sozialen Zusammenhalt und die Stabilität der Gesellschaft als Ganzes wichtig.
Das hier ist schlicht eine Frage der Ethik. Natürlich ist es eine menschliche Grundeigenschaft, überall den maximalen Profit herausschlagen zu wollen, aber es ist auch ein bemerkenswerter Mangel an Weitsichtigkeit. Ehrlich gesagt kann ich es nicht nachvollziehen, wenn Top-Manager aus „Optimierungsgründen" tausende von Arbeitsplätzen wegrationalisieren, nur damit sie am Jahresende statt 100 Mio. eine Million mehr auf dem Konto haben. Das steht meiner Meinung nach in keinem Verhältnis. Abgesehen davon, dass es menschlich gesehen ziemlich abartig ist, für eine verhältnismäßig geringe Verbesserung der eigenen Umstände Tausende ins Unglück zu stürzen, sind diese Menschen auch dafür verantwortlich, dass es mit der Gesellschaft langfristig immer weiter bergab geht (Stichwort „Arbeitslosigkeit" und deren Folgen). Irgendwann werden diese Menschen auf ihrem Geld sitzen bleiben, denn die Zunahme von Arbeitslosigkeit führt in der Folge automatisch dazu, dass immer weniger Menschen in der Lage sind, Produkte oder Dienstleistungen zu erwerben, was wiederum dazu führt, dass immer mehr Betriebe und Dienstleister vom Markt verschwinden und arbeitslos werden. Irgendwann haben nur noch die Wenigsten das nötige Kleingeld, um irgendetwas zu kaufen, aber das macht eigentlich nichts, denn es gibt ohnehin nichts mehr zu kaufen. Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Million auf dem Konto!
AntwortDanke für diese Anmerkung. Es freut mich sehr, dass Sie so denken. Ich teile Ihre Meinung und gerade das ist der Grund, warum ich all das tue, was ich tue. Wir haben es bis jetzt noch nie geschafft, „menschlich" zu sein. Nur ab und zu. Dann kam wieder das „Unmenschliche". Das deutet darauf hin, dass etwas falsch läuft. Ich bin mir nicht sicher, ob wir heute wissen, wie es gut laufen sollte, deshalb betrachte ich alles Mögliche und hoffe zumindest, dabei etwas zu entdecken.
Das Recht auf Arbeit. Das ist auch richtig. Nur wenn es keine Arbeit gibt, dann kann ich es nicht mit Gewalt durchsetzen. Genauso besteht das Recht auf geistiges Eigentum, und das heißt, wenn jemand Arbeit bereit stellt, durch eine Firma z.B., dann ist es seine Schöpfung, sein geistiges Eigentum, was auch ein Artikel ist, § 27. Es ist seine Firma.
Das Recht auf Arbeit heißt nicht, Arbeit von jemandem erzwingen zu dürfen. Verlangen ist ein milder Zwang. Etwas tiefer auf der Tonstufe von Gewalt und nicht Gewalt.
Eine Lösung wäre hier, selbst Arbeit zu schaffen, wenn es keine geschenkte Arbeit gibt. Ich sage „geschenkt", weil man mit Geld keine gute Idee haben kann, um Arbeit ins Leben zu rufen. So etwas ist eine geistige Schöpfung, § 27. Wenn es geerbt ist, dann ist das Glück, und Glück ist auch eine geistige Eigenschaft.
Klar, wenn jemand Arbeit und Millionen hat, dann geht das nicht lange gut, wenn die anderen keine Arbeit und kein Geld haben. Wir bemühen uns auch, das alle ihre Bedürfnisse erfüllt bekommen, Arbeit, Geld usw. Es ist uns auch bewusst, dieses Problem. Aber irgendwann ist das Problem so groß, dass man es nicht mehr lösen kann.
Mann kann es auch von der anderen Seite sehen, wie es meistens die Verlierer tun. Warum sollte er so viel haben und ich nicht? Dann kann Bill Gates seine Firma oder sein Vermögen den Armen schenken oder total human sein oder wie auch immer. Glauben Sie, dass das gut gehen würde? Wie würden die Menschen mit diesen Dingen umgehen? Was würden sie mit dieser Firma anstellen, mit diesem Geld? Fernsehen und Urlaub? Das haben wir schon so oft ausprobiert (Sozialismus). Es hat nicht funktioniert.
Wenn jemand fähig ist, dann schafft er mit seinen Fähigkeiten etwas. Wenn er nicht fähig ist, dann kann man ihm auf Dauer nicht helfen. Aber er kann sich fähig machen.
Eine andere Sache. Nach jedem Krieg hat eine größere Veränderung stattgefunden. Überlegen wir, wie viele Menschen vor dem 2. Weltkrieg mit wenigen Möglichkeiten gelebt haben. Wir haben heute viel mehr Möglichkeiten zu überleben, viel mehr Menschen und längere Zeit Frieden. Warum haben die Menschen damals nicht diese Möglichkeiten hergestellt?
Diese Millionäre sind die Lokomotive der Evolution, zusammen mit denen, die neue Wege für sie finden. Diese zwei Kategorien, schöpferische Menschen und die, die es verwirklichen. Andere laufen mit. Und wenn man sie nicht mehr braucht ...
... gibt es zwei Wege. Entweder Arbeit schaffen oder sie sind weg. Arbeit schaffen ist jedermanns Wunsch. Auch der von Millionären.
Die USA hätten schon längst zusammenbrechen müssen, wenn sie nicht so viele Soldaten überall hätten. Wo sollten die alle sonst arbeiten? Wir wissen gar nicht, wie viele es sind und wo sie überall sind. Eine Beschäftigungsmaßnahme, die BRD folgt langsam diesem Weg. Und die EU ... neue Absatzmärkte ... China ...
Einen Stillstand, wo etwas gleich bleibend ist, gab es noch nie, gibt es nicht und wird es nie geben.
Wenn jemand behauptet, das Leben sei schön und leicht, dann nur, weil er blind ist. Universum ist hart zu uns und das Leben ist heiß. Wenn wir es gut machen, werden wir belohnt. Wenn nicht - bestraft.
Keiner hat etwas, ohne dafür etwas getan zu haben. Und wenn jemand etwas erbt, Millionen oder eine Firma, dann geht es schnell kaputt, wenn er nicht gut damit umgeht.
Ich will nicht behaupten, dass es keine SP-Personen gibt. Die gibt es. Aber je mehr wir uns mit dem Guten beschäftigen, desto weniger haben PS-Menschen eine Chance, etwas zu tun.
Die Beschäftigung mit SP bringt Misstrauen, Vorsicht, Isolierung, Angst, Hemmung usw. Keine guten Sachen, keine gute Voraussetzung, um fähig zu sein, die Welt in Ordnung zu halten und mehr in Ordnung zu bringen.
Mein Ziel ist es, die Menschen so fähig zu machen, dass sie es können. Nur wenn sie können, ist es möglich, alles zu tun.
In Afrika sind zurzeit die Elefanten frei gegeben... Wenn die Elefanten schlau genug wären, die Antibabypille zu nehmen und nicht alles kaputt zu machen ... aber sie sind nicht schlau. Und mit welchem Sinn vermehren sie sich so? Einfach, weil ihnen danach ist, kann keine höhere Vernunft sein. Aber Elefanten sind auch nicht mit höherer Vernunft ausgestattet.
Mensch: mit der Fähigkeit zu logischem Denken u. zur Sprache, zur sittlichen Entscheidung u. Erkenntnis von Gut u. Böse ausgestattetes höchstentwickeltes Lebewesen. © Duden
Sittliche Entscheidung - Moral. Wie weit kann man entscheiden, was fähig ist und was weniger oder mehr fähig ist? Wo ist der Maßstab dafür, wo sind die Vergleiche? War der Neandertaler fähig? Oder ist es der Mensch heute? Oder sollten wir erst fähig werden?
Wie weit und wie lange kann man Unfähigkeit tolerieren und unterstützen?
Wie viel Fähigkeit muss man haben, damals, heute und besonders in der Zukunft?
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